Projekt: Ein Tag…mein Tag

Ein Bericht von Dr.Doris Nsiff

 

Peter Berlinghof, Birgit Ziolkowski, Dieter Vollmer und ich verabredeten uns zu einem Projekt, welches mehrere Zielstellungen hatte.

Es ging darum, an einem beliebigen Tag fotografisch das festzuhalten, was dieser Tag jeweils für jeden von uns bedeutete. Das Foto sollte über den rein dokumentarischen Charakter hinausgehen und zugleich ziemlich deutlich die spezielle fotografische Handschrift des Autors zeigen.

 

Wir fotografierten an zwei Tagen, die uns ein Fotofreund jeweils kurzfristig benannte. Eine Vorbereitung auf die Aufgabe war also nur theoretisch möglich.

Das Motiv sollte einen Bezug zum Fotografen haben, einen gewissen Anspruch erfüllen, kreativ umgesetzt sein und sich eben aus „irgendeinem bzw. meinem persönlichen Tag“ ergeben.

Der zweite Termin war zum Beispiel vom Wetter her ein äußerst unfreundlicher Tag, sodass mehr Fotos im Haus entstanden.

Jeder von uns experimentierte auch und testete Möglichkeiten aus.

Am Ende des Tages waren jeweils drei Fotos einzusenden.

In einer sehr eingehenden Bilddiskussion im folgenden Samstagworkshop sprachen wir über die Bilder und unsere Erfahrungen bei diesem Projekt. Zu private Bilder und Aufnahmen, die nicht unsere Ansprüche erfüllt hatten, sortierten wir aus.

Bedingt durch die thematische Nähe zum Projekt beschäftigten wir uns im Anschluss mit grundlegenden Überlegungen zur konzeptionellen Fotografie, mit ihren Möglichkeiten und Grenzen.

Das Projekt war ein Versuch ohne explizit definiertes Motiv einen größeren Sinnzusammenhang fotografisch zu erfassen.