Infrarot-Fotografie (Teil3)

Ein Bericht von Peter Berlinghof

 

Löwenburg und Wolkenburg

UNTERSCHIEDLICHE ZEUGEN DER VERGANGENHEIT

Das Siebengebirge ist ein viel besuchtes Touristenziel nicht nur für Besucher aus dem Ausland oder aus dem übrigen Deutschland, sondern ist natürlich auch den meisten Menschen im Rheinland wohlbekannt. Daher ist es schwer, neue Sichtweisen für die fotografische Darstellung der beiden Orte zu entwickeln. Aus diesem Grund habe ich versucht, sie mit den spezifischen Möglichkeiten der Infrarot-Fotografie darzustellen.   

Die Löwenburg liegt auf dem gleichnamigen Berg, der zu den sieben „großen“ Bergen zählt. Mit 455 Metern Höhe über dem Meeresspiegel ist er nach dem Großen Ölberg der zweithöchste. Schon der Weg dorthin von der Margarethenhöhe aus, an der Ausflugsgaststätte „Löwenburger Hof“ (345 m über Normalhöhennull (NHN)) vorbei, bietet viele schöne und interessante Ansichten und Ausblicke. Die letzten 110 Höhenmeter ab dem „Löwenburger Hof“ führen auf einem breiten Waldweg steil nach oben, sind aber trotzdem problemlos zu meistern. Nach Erreichen des Gipfels bietet die Ruine der Löwenburg mit den Ausgrabungen und den Resten des Bergfriedes vielfältige Motive. Die Aussicht auf die umliegenden Berge und das Rheintal – sowohl in Richtung Bonn als auch in Richtung Süden – lohnen die Mühen des Aufstiegs.

 

Ganz anders stellt sich die Wolkenburg dar, deren Name daher kommen soll, dass das Bergplateau oftmals von Wolken verhüllt ist. Zum einen ist der Auf- und Abstieg auf den gleichnamigen Berg (324 m ü. NHN) weitaus beschwerlicher als der zur Löwenburg, zum anderen ist die Burg selbst nicht mehr vorhanden. Der Verfall der Burg begann schon im 16. Jahrhundert. Bis 1900 wurde das Gelände dann als Steinbruch genutzt. Als Folge davon verschwand nicht nur die Burg, sondern die Gipfelhöhe des Berges verringerte sich um etwa 30 Meter. Fotografisch interessant sind die vielfältigen Steinformationen und die unterschiedlichen Baumformen.