Infrarot-Fotografie (Teil6)

Ein Bericht von Peter Berlinghof

Romantische Seen und Steinbrüche: Eine Rundwanderung
durch den Ennert

Der Ennert ist ein bis knapp 200 m über Normalhöhennull (NHN) hoher, vor allem nach Westen hin bewaldeter Höhenzug, der fast ausschließlich im Bonner Stadtbezirk Beuel liegt. Er dacht das Siebengebirge nach Norden ab, gehört geographisch gesehen jedoch nicht zum eigentlichen Siebengebirge, sondern zum Pleiser Hügelland. Gleichwohl liegen sämtliche Erhebungen des
Ennert im Naturschutzgebiet Siebengebirge. Der gesamte Höhenzug hat vom nördlichsten Hang bei Holzlar bis zur angrenzenden Dollendorfer Hardt im Süden eine Länge von knapp 4 km und seine höchste Erhebung mit dem Paffelsberg auf 195,3 m ü. NHN. 

Die Wanderung folgt der Beschreibung auf den Seiten 84 – 91 in dem von mir bereits in früheren Beiträgen an dieser Stelle vorgestellten Exkursionsführer „Siebengebirge“ von Sven von Loga (*1). Auf dem Naturerlebnispfad „Ennert“ gelangt man zunächst zum Dornheckensee. Nach Beendigung des Basaltabbaus im 19. Jahrhundert sind einige der Abbaustellen mit Grundwasser vollgelaufen. Eingebettet in Steilwände bietet der über 20 m tiefe See heute ein wunderschönes Panorama, wie das Bild oben zeigt. Schwimmen ist hier verboten, da einerseits von den Steilwänden Gestein abbröckelt und in den See fällt und andererseits eine gefährliche
Unterströmung Schwimmern sehr gefährlich werden kann. Gleichwohl habe ich bei meinen Besuchen immer wieder Menschen angetroffen, die das Badeverbot missachtet haben.

[ (*1) Sven von Loga: Siebengebirge – 13 Wanderungen auf den Spuren des
Vulkanismus“ (Gaasterland-Verlag, Jünkerath 2018 – ISBN 978-3-946328-26-1) ]

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Auf dem Bild oben links ist zu sehen, dass Basalt in Form einer Trichterkuppe in den Trachyttuff, der einst mit einer Mächtigkeit von 200 m die gesamte Siebengebirgsregion bedeckte, eingedrungen ist (SvL, S 87).

An der Brücke über die B 42 vorbei gelangt man bald zum Blauen See, zu dem ein uriger Weg durch den Tuff führt.

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Auch hier sind auf der gegenüberliegenden Seite des Sees Basaltsäulen zu erkennen. 

Auf dem weiteren Weg gelangt man nach kurzer Zeit zu dem Steinbruch, in dem das Doppelgrab des Oberkasseler Menschen aus der Jungsteinzeit gefunden wurde. Die Fundstelle ist im Übrigen nicht mehr genau zu verorten, da hier früher ja der Steinbruch noch in Betrieb war (SvL, S. 90/91).

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Auf dem Bild oben links ist an der Abruchkante in der Mitte gerade noch die Aussichtsplattform auf der Rabenley zu erkennen, die man im anschließenden Verlauf der Wanderung auch noch erreichen wird.

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Nun folgt der anstrengendste Abschnitt der Wanderung: Über den Nücker Felsenweg geht es wieder hinauf auf den Ennert, vorbei am Aussichtspunkt auf den Kuckstein, der allerdings leider ziemlich zugewachsen ist.

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Nach kurzer Zeit erreicht man dann den spektakulären Aussichtspunkt auf der Rabenley. Es handelt sich dabei um einen sogenannten „Skywalk“, der sich seit 2017 oberhalb des ehemaligen Steinbruchs Stingenberg befindet und der einen tollen Ausblick über das Rheintal und in den Steinbruch gewährt.

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Auf dem Rückweg entlang des Hauptweges zum Ausgangspunkt der Wanderung passiert man noch einige Aussichtspunkte mit schönen Blicken auf Bonn und die unterhalb liegenden Steinbrüche, die aber – da schon ziemlich zugewachsen und nicht über die Abbruchkante
hinausreichend – weniger spektakulär als die Rabenley sind.

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Nach ungefähr sechs Kilometern erreicht man wieder den Ausgangspunkt, den Parkplatz an der Oberkasseler Straße oberhalb des Autobahnkreuzes Bonn-Ost.