Infrarot-Fotografie (Teil 2)

Wanderung auf den Drachenfels

Ein Bericht von Peter Berlinghof

 

Mein letzter Besuch auf dem Drachenfels lag schon sehr lange zurück. Vor allem hatte ich das neugestaltete und bereits 2013 eingeweihte Drachenfelsplateau noch nie persönlich in Augenschein nehmen können. Daher machte ich mich vor kurzem auf den Weg dorthin.
Dabei wollte ich den beginnenden Frühling und das frische Grün der                Vegetation nutzen, um die Wanderung in Infrarotaufnahmen zu dokumentieren. Infrarot deshalb, weil dessen besondere Eigenschaften andere Sichtweisen versprachen als die herkömmliche Farb- oder
Schwarzweiß-Fotografie. Vor einiger Zeit hatte ich an dieser Stelle eine kurze
Einführung in die Infrarot-Fotografie gegeben ( „Das Unsichtbare fotografieren“).

Um den Menschenmassen zu entkommen, startete ich lange vor Betriebsbeginn der Drachenfelsbahn von dem großen Parkplatz unterhalb des Lemmerz-Bades.

1. Drachenfelsbahn 

Die Drachenfelsbahn ist die älteste noch betriebene Zahnradbahn in Deutschland. Sie verbindet seit 1883 die im Rheintal gelegene Altstadt von Königswinter mit dem Siebengebirge und endet knapp unterhalb des Drachenfels-Gipfels. Die 1,5 km lange Strecke überwindet dabei 220 Höhenmeter mit einer Maximalsteigung von 20 Prozent. In den Jahren 2010 und 2011 wurde die Mittelstation an der Drachenburg umgebaut.
Anschließend erfolgte 2012/2013 die Neugestaltung der Bergstation im Zuge der Erneuerung des Bergrestaurants.

Mittelstation an der Drachenburg    

 

Gleis unterhalb der Bergstation  |  Die Zahnradbahn auf Talfahrt

 

2. Impressionen links und rechts des Weges

 

3. Auf dem Drachenfelsplateau

 

Ich hoffe, dass die Besonderheiten der Bildwirkung von IR-Aufnahmen wie zum Beispiel der Wood-Effekt, durch den das Blattgrün als strahlend weiß erscheint, oder die Tatsache, dass infrarote Wellenlängen in geringerem Ausmaß als das sichtbare Licht durch Dunst und Luftverunreinigungen gestreut werden, deutlich wurden. Obwohl es dunstig war, durchdringt die Infrarot-Aufnahme diesen Dunstschleier noch erstaunlich weit, so dass –
wie auf dem letzten Panoramabild erkennbar ist – in der Ferne Landschaftsdetails sichtbar wurden, die man mit bloßem Auge nur erahnen konnte.