Eine Herausforderung

Ein Bericht von Dr. Doris Nsiff

 

Ein Besuch im Kolumba in Köln

Die Mitglieder unseres Fotoclubs eint das gemeinsame Interesse am Fotografieren und die Freude an anspruchsvollen Bildern. Deshalb veranstalten wir oft Ausstellungen und nehmen erfolgreich an verschiedensten Wettbewerben teil.

Eine Grundvoraussetzung dafür ist, dass wir uns ständig nach neuen Motiven und größeren Herausforderungen umsehen.

Im Oktober stellten wir uns die Aufgabe, Historisches, Gegenwärtiges , Kunst und fast Banales im Kolumba-Museum in Köln fotografisch darzustellen. Das erwies sich als nicht einfach.       

Da man bei einem so hochrangigen Museum davon ausgehen darf, dass alle Exponate optimal den Besuchern präsentiert werden und die Wirkung der ausgestellten Dinge genau kalkuliert worden ist, ergab sich daraus für uns die besondere Schwierigkeit. Denn im Grunde konnte man mit der Kamera einfach das Motiv fokussieren und auf den Auslöser drücken und man hatte ein passables Bild, weil Hintergrund, Licht, Form und Farbe durch die Kuratoren des Museums bereits schon bestens arrangiert worden waren.

Das lag aber nicht in unserem Sinne, denn wir wollten den Exponaten ja unseren eigenen fotografischen Stempel aufdrücken und sie in unserer sehr persönlichen Sichtweise zeigen.

Wir mussten uns also auf unsere fotografische Erfahrung verlassen und die geeigneten Techniken einsetzen.

Es ging deshalb  um besondere Perspektiven, um spezielle Ausschnitte, um Hell oder Dunkel, um Kontraste , um klare Schärfe oder sanfte Diffusion. Die Kameras erfassten von einem hohen Standpunkt aus oder ganz tief gelagert die jeweiligen Motive – eben ganz anders als aus der Sicht der regulären Besucher. Das galt für die Präsentation der Kultur und Kunstgegenstände früherer Jahrhunderte als auch der Gegenstände jüngeren Datums.