Nordseeinsel Borkum

Ein Bericht von Jürgen Eich

 

Borkum ist die westlichste und mit knapp 31 Quadratkilometern die größte der sieben bewohnten Ostfriesischen Inseln. Sie gehört zum Bundesland Niedersachsen.  

Die Insel ist nahezu vollständig vom Tourismus abhängig,  der den Einwohnern ein beständiges Auskommen ermöglicht. In 2015 kamen rund 280.000 Urlauber, es wurden etwa 2,4 Mio. Übernachtungen gezählt.

Insgesamt ist die Insel 32 Quadratkilometer groß, 10 Kilometer lang und maximal sieben Kilometer breit.

Die Entfernung zur niederländischen Küste beträgt etwa 12 Kilometer. Bis zum deutschen Festland sind es rund 20 Kilometer. Die Stadt Borkum hat ungefähr 5.200 Einwohner.  

In 1888 nahmen die Borkumer Kleinbahn und der neue Hafen den Betrieb auf. Erst diese Anbindung ermöglichte es Borkum, zu einem bedeutenden Seebad aufzusteigen. Die Fahrstrecke zwischen Hafen und Borkum-Stadt beträgt sieben Kilometer.

1576 wurde der Alte Leuchtturm erbaut. Das 45 Meter hohe und älteste Gebäude ist Wahrzeichen der Insel. Der neue Leuchtturm entstand 1879 in der Rekordzeit von nur sechs Monaten nach einem Brand im alten Leuchtturm. Der immer noch aktive Leuchtturm dient seit 1879 der Orientierung vor der Emsmündung. Beim Bau des 60,3 Meter hohen runden Turms wurden rund 1,5 Millionen schwarzbraune Ziegelsteine verbaut. Bis zur Spitze führen 319 Treppenstufen. Die Leuchtstärke (Reichweite) der Scheinwerfer beträgt 24,4 Seemeilen (= 40 Kilometer).

Der technische (kleine / dritte) Leuchtturm wurde 1889 als Leitfeuer für die Ansteuerungsfahrwasser der Ems errichtet.

Auf Borkum zeugen Zähne aus Walkinnladenknochen vom Walfang im 18. Jahrhundert. Ein Grundstück wurde mit diesen Knochen umgeben. 

Der Verkehr zum Festland nach Emden Außenhafen erfolgt über Autofähren. Die Fahrzeit beträgt etwa zwei Stunden. Daneben gibt es Katamarane als reine Passagierschiffe,  die für die Fahrstrecke rund eine Stunde benötigen.